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Der Spycher der Horwer Egli-Zunft soll ins Felmis kommen

Auf dieser Wiese soll der Spycher der Horwer Egli-Zunft ein neues Zuhause finden. Das Vereinslokal der Egli-Zunft soll im Gebiet Felmis Platz finden. Das hat der Horwer Gemeinderat am 10.09.2020 entschieden. Der Zunftmeister freut sich, doch noch gibt es einige Unklarheiten.

Der Gemeinderat hat am 10.09.2020 beschlossen, der Egli-Zunft als Ersatzstandort für den Spycher einen Platz am Felmismoosweg, zwischen Minigolfanlage und Biotop anzubieten. Es handelt sich dabei um einen der drei Standorte, die im Postulat von Leo Camenzind vorgeschlagen wurden. Aus Sicht des Gemeinderates integriert sich der Spycher dort gut in die Landschaft. Das Land gehört der Gemeinde und ist auch bereits in der richtigen Bauzone (Zone für Sport- und Freizeitanlagen).

In der Luzerner Zeitung ist dazu ebenfalls ein Artikel erschienen:
Artikel Luzerner Zeitung

Aus dem Artikel:
Good News für die Horwer Egli-Zunft: Der Gemeinderat schlägt als künftigen Standort für deren Spycher eine Parzelle am Felmismoosweg vor, unmittelbar hinter der Minigolfanlage.

Gemäss Gemeinderatsentscheid ist der Standort ideal, weil: Der Felmismoosweg ist einer von mehreren Standorten, welche der Gemeinderat im Rahmen eines CVPPostulats geprüft hat. In diesem Vorstoss waren zusätzlich das Gebiet Roggere am anderen Ende des Felmismooswegs vorgeschlagen, und das Gebiet Rankried, im Bereich des Kindergartenpavillons. «Das Rankried ist zwar nahe beim Dorf, jedoch beeinträchtigt durch die Planung des Seefeld-Gebiets», sagt Bauvorsteher Thomas Zemp (CVP).

Beim Gebiet Roggere habe wiederum die schlechte Erschliessung dagegen gesprochen. Ebenfalls geprüft hat der Gemeinderat den Standort AutobahnÜberdeckung, wo mit den ehemaligen Kindergarten-Pavillons ein eigentlicher Cluster für Vereine wie die Pfadi entsteht. «Doch dort wäre der Spycher optisch ein Fremdkörper», sagt Zemp weiter.

Der Egli-Zunftmeister Cornel Buholzer freut sich über den Gemeinderatsentscheid, wie er sagt, obwohl:

«Wir hatten ja ursprünglich das Rankried favorisiert, weil dieser Standort im Talboden liegt und gut erreichbar ist.»

Mit Blick auf die Planung des Seefeld-Gebiets wäre eine Bewilligung innert nützlicher Frist laut Buholzer allerdings wohl schwierig geworden. Beim Standort Autobahn-Überdeckung hingegen bestünden betreffend Statik und Bewilligungen noch ungeklärte Herausforderungen. Am Felmismoosweg schätzt Cornel Buholzer die verkehrstechnische optimale Lage und die Nähe zum Hotel Felmis – dessen Mitbesitzer Patrick Schmidiger ist selber in der Zunft aktiv. Buholzer betont jedoch:

«Es wird keine Partymeile geben, sondern es handelt sich lediglich um unser Vereinslokal mit monatlichem Stamm und gelegentlichen Vereinsveranstaltungen.»

Die Zunft werde in den nächsten Monaten Kontakt mit Nachbarn und dem Quartierverein aufnehmen und vor allem abklären, wie sie den Spycher am neuen Standort wieder aufbauen kann. Braucht es beispielsweise ein Sockelgeschoss? «Der Baugrund ist schwierig», so Buholzer.

Und dann ist da noch die Sache mit der Finanzierung. «Die Arbeit wird uns nicht ausgehen», sagt er. Zumal die Zeit drängt: Ende November 2021 muss die Egli-Zunft den bisherigen Standort des Spychers an der Neumattstrasse im Dorfzentrum geräumt haben.

Denn dort plant die Grundeigentümerin, die katholische Kirchgemeinde, einen Neubau im Rahmen des noch zu bewilligenden Bebauungsplans Dorfkern Ost.

Die Gemeinde wird laut Thomas Zemp mit der Egli-Zunft einen Pacht- oder Baurechtsvertrag ausarbeiten, so bald klar ist, ob der Spycher auch wirklich an den Felmismoosweg umziehen kann:

«Der Zins wird mehr symbolisch als ökonomisch sein.»

Roman Hodel 13.09.2020